Frau beim Aufguss

Aufguss - Sauna-Aufgüsse: Wirkung des Aufgusses

Der Aufguss findet üblicherweise kurz vor Ende des Sauna-Besuches statt. Dabei wird der Aufguss, aus einem Kübel mit einer Schöpfkelle langsam auf die heißen Steine des Sauna-Ofens gegeben. Dieses Wasser ist in Zentraleuropa fast immer mit ätherischen Ölen versetzt. Je nach Aufgussankündigung oder Mischung sind es mal frische und fruchtige, mal wohlriechende, mal andere Kombinationen von Stoffen, die dabei als Aufguss zum Einsatz kommen.

Wird diese Flüssigkeit nun auf den Sauna-Ofen gegeben, steigt augenblicklich die Luftfeuchtigkeit in der Sauna sehr stark an. Denn das mit Aufguss-Ölen versetzte Wasser wird sofort zu Wasserdampf und steigert die Luftfeuchtigkeit extrem. Dabei kommt es zu einem besonderen Effekt, der den Aufguss in der Sauna zu einem besonderen Erlebnis macht.

Die Luftfeuchtigkeit in der Sauna setzt sich auf der Haut der Saunagäste und wirkt quasi als Unterbrechung der Kühlung des Körpers. Diese wird normalerweise über die Schweißbildung erreicht. Durch die höhere Luftfeuchtigkeit kommt es aber zu einem zusätzlichen gefühlten Temperaturanstieg, der tatsächlich nicht vorhanden ist. Das Hitzegefühl steigt, während die Temperatur gleichmäßig bleibt. Grund ist die Eigenschaft der hohen Luftfeuchtigkeit, die das Verdunsten auf der Haut verhindert und so die körpereigene Kühlung etwas behindert.

Dieses starke Hitzegefühl kurz vor dem Ende des Saunagangs sorgt für das richtige Empfinden, um danach die Abkühlung zu suchen. Zusätzlich ist der Geruch der sich gasförmig auflösenden ätherischen Öle sehr angenehm und wohltuend. Ein weiterer Wellnesseffekt in der Sauna. Auf diese Weise fördert der Aufguss mit seinen ätherischen Ölen das Saunaerlebnis und die gefühlte Wirkung des Saunaganges.